Was kosten Eheringe?
Es gibt viele Faktoren, die den Preis und die Qualität eurer Trauringe beeinflussen.
Deshalb lässt sich die Frage: „Was kosten Eheringe?", nicht pauschal beantworten.
Hilfreicher sind die Fragen:
- Was kosten unsere Eheringe?
- Welchen Preisrahmen stellen wir uns vor?
- Ist ein bestimmter Preis „fair” oder überzogen?
Und Vorsicht:
Natürlich gibt es immer jemanden, der es billiger macht.
Denn es gibt immer den, der er es schlechter macht.
Bekommt ein Gefühl für die Kostenfaktoren für Eheringe und Verlobungsringe, damit ihr künftig die richtigen Fragen stellen könnt, auf dem Weg zu euren Traum-Eheringen!
Übersicht der Inhalte
Das passende Budget
Etwa 80% der Trauringe von dieser Webseite liegen in einem Preisbereich von ca. 4.000 – 8.000€ (für das Paar). Sollte euer Budget (noch) nicht dazu passen, empfehle ich euch, diesen Blog-Artikel besonders gründlich zu lesen.
Die Eheringe sollen ein Leben lang euer Begleiter sein und euch täglich erfreuen. Im Alltag sind sie ganz anderen Belastungen ausgesetzt als Schmuckringe, die nur zu bestimmten Gelegenheiten getragen werden. Das muss unbedingt berücksichtigt werden.
Was bedeutet das konkret?
Beispiel
Stellt euch vor ihr wollt ein Auto kaufen, mit dem ihr die nächsten fünf Jahre drei Mal in der Woche die Strecke Hamburg – München fahren möchtet.
Sicher könnt ihr dafür einen 20 Jahre alten Gebrauchten kaufen, der schon 500.000 km auf dem Tacho hat und nur noch vom Rost zusammen gehalten wird. Das ist sicher „günstig” in der Anschaffung. Aber wird die Karre die Fahrten auch überstehen? Und euch Freude bereiten? ;-)
Ihr geht also besser los und kauft einen Wagen, der solide und bequem ist, damit euch der Po nicht weh tut, wenn ihr ankommt. Ein Auto, was stabil und sicher ist, über Komfort und ein gutes Soundsystem verfügt...
Und genau so entwerfe ich eure Trauringe.
Solide, bequem, haltbar!
Dazu kommt dann noch einzigartig, individuell und maßgefertigt.
An dem Soundsystem arbeite ich noch ;-)
Die Ehe ist keine Kurzstrecke – eher eine Weltreise.
Manchmal gibt es auch unkonventionelle Lösungen, z.B. wenn ihr die Trauringe aus beruflichen Gründen nicht tragen könnt. Das können wir gern individuell besprechen. Vereinbart dazu gerne einen Beratungstermin mit Birte.
Die Kostenfaktoren
Entscheidend für den Preis sind die Materialkosten.
Diese ergeben sich aus:
- Material (Gelbgold, Weißgold, Roségold, Rotgold, Platin, Palladium, ...)
- Legierung (585/-, 750/-, 950/-)
- Materialpreis je Gramm (tagesaktuell)
- Ringgröße
- Ringbreite
- Materialstärke (dazu im nächsten Absatz mehr!)
- Steinbesatz (Brillanten? Wenn ja, wie viele?)
Einen kleineren Teil vom Preis macht auch noch das Design aus, weil davon der Aufwand für die Anfertigung beeinflusst wird. Im Vergleich zu den Kosten für das Edelmetall, spielen die Kosten für die Anfertigung in der Regel aber eine untergeordnete Rolle.
Materialstärke & Qualität
Wie für alles Andere gilt auch bei Eheringen die Vermutung:
„Es gibt immer jemanden, der es billiger machen kann.”
Ist das wahr?
Ja, natürlich – denn:
Es gibt immer jemanden, der es schlechter machen kann...
Oder anders ausgedrückt:
Es gibt immer jemanden, der den Preis der Qualität vorzieht.
Die Materialstärke
Eine besondere Rolle bei der Frage „Was kosten Eheringe?” spielt die Materialstärke.
Denn die Ringstärke ist absolut entscheidend für die Haltbarkeit der Trauringe. Gleichzeitig kann gerade hier am leichtesten „gespart” (geschummelt) werden. Aus diesem Grund verdient die Ringstärke eine genauere Betrachtung:
Trauringe sollten immer eine gewisse Mindest-Materialstärke haben, damit sie die nächsten Jahrzehnte mit euch gemeinsam erleben können und sich nicht nach ein paar Jahren verbiegen oder sogar brechen.
Denn ein Ehering ist kein Schmuckring, den man ab und an trägt. Vielmehr ist er den täglichen Belastungen des Alltags ausgesetzt – ein „Gebrauchsgegenstand”, der alles mitmacht, vom Terasse Pflastern bis zum Bergsteigen. Die nötige Stabilität lässt sich nur über eine vernünftige Ringstärke erreichen.
Auch eine Ringweitenänderung ist bei sehr dünnen Ringen oft problematisch.
Im Laufe eines Lebens kommt immer irgendwann der Moment, wo die Ringgröße angepasst werden muss. Alter, Schwangerschaft, Gewichtsschwankungen, bestimmte Erkrankungen, etc. können Gründe sein.
Viele Hersteller möchten mit niedrigen Preisen punkten. Darum „sparen” sie einfach bei der Materialstärke.
Dazu machen sie die Ringe dünn und dünner: 1,4 mm – 1,2 mm, oder sogar 1 mm ...
Denn das schont scheinbar euer Budget. In Wahrheit bedeutet es aber erhebliche Einbußen an Qualität und Haltbarkeit.
Beispiel
Nehmen wir einmal an, ein qualitativ hochwertiger Ring hat eine Materialstärke von 2 mm, eine Breite von 5 mm und kostet 1.000€. (Dies ist nur ein Beispiel!).
Wenn wir nun die Materialstärke von robusten 2 mm auf budgetfreundliche 1 mm halbieren, sparen wir die Hälfte des Materials und plötzlich kostet der ansonsten gleiche Ring nur noch die Hälfte: 500€!
Mal angenommen, ihr habt ein Budget von insgesamt 1.000€ ...
Könnte es nicht verlockend wirken, einfach die Materialstärke zu halbieren, um so zwei Eheringe für diesen Preis zu erhalten?
Jetzt bedenkt jedoch die Qualitätseinbußen und die Probleme, die erst später auf euch zukommen:
- Die Ringe können bei Bedarf nicht sinnvoll aufgearbeitet werden.
- Die Größe kann nicht oder nur schlecht angepasst werden.
- Die Ringe sind instabil und können sich leicht verformen oder brechen.
Dann ist der verlockend „günstige” Preis auf lange Sicht doch ein sehr hoher Preis für minderwertige Trauringe. Den ideellen Aspekt betrachten wir dabei mal gar nicht.
Es lohnt sich also, beim Trauringe kaufen darauf zu achten, Qualität zu kaufen und nicht am falschen Ende zu sparen.
Immerhin sind die Eheringe in Zukunft euer täglicher Begleiter – hoffentlich für viele Jahre / Jahrzehnte.
Brillanten und andere Steine
Steinbesatz ist Geschmackssache.
Während die einen das Edelmetall, die Form und die Oberfläche ihrer Eheringe für sich wirken lassen wollen, sind für die anderen funkelnde Brillanten ein Muss. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch.
Mit Brillanten kann man den Preis seiner Trauringe maßlos in die Höhe treiben – muss man aber nicht, wenn man weiß, was man tut ;-)
Das Fazit vorab:
Die Größe und die Reinheit der Steine sind entscheidend und mit Bedacht zu wählen.
Fangen wir mit der Größe an.
Auf dieser Website findet ihr viele Ringe mit „kleineren” Steinen, überwiegend im Bereich von 0,005 Carat bis 0,17 Carat.
Diese Steine wirken am besten in Gruppen von 7 bis 20 Stück oder noch mehr, gerne auch gemischt in verschiedenen Größen.
Die gute Nachricht:
Kleinere Brillanten in guter Qualität sind bereits für deutlich unter 100,- EUR zu haben, die Kleinen auch unter 50,- EUR, inklusive Fassen („Fassen” heißt das „Einbauen” von Steinen in den Ring). Das ist viel günstiger, als manche Kunden so denken. Damit ist auch der Preis für eine ganze Gruppe von kleineren Steinen absolut überschaubar.
Zur Einordnung übersetze ich einmal für Brillanten das Gewicht (Carat) in den Durchmesser (mm):
0,01 Carat – 1,3 mm
0,02 Carat – 1,7 mm
0,03 Carat – 1,9 mm
0,05 Carat – 2,5 mm
0,11 Carat – 3,0 mm
0,13 Carat – 3,2 mm
0,15 Carat – 3,4 mm
0,17 Carat – 3,6 mm
0,25 Carat – 4,1 mm
0,50 Carat – 5,1 mm
1,00 Carat – 6,5 mm
Der legendäre 1-Karäter...
kostet in guter Qualität schnell zwischen 10.000 EUR und bis zu 25.000 EUR.
Das ist eine ganz andere Nummer.
Er hat nur ca. den doppelten Durchmesser von 0,13 Carat, kostet aber locker das 100-fache.
Lupenrein muss nicht sein
Die verschiedenen Reinheitsgrade sind weniger bekannt.
Die Qualität „VSI” (very small inclusions bei 10-facher Vergrößerung!) bietet eine großartige Möglichkeit, den Preis im Rahmen zu halten. Lupenreine Brillanten kosten ein Vielfaches davon, aber wer hat schon regelmäßig eine Lupe dabei zum Betrachten der Eheringe?
Wichtig ist meiner Meinung nach die Überlegung „wo liegt das beste Preis-Leistungsverhältnis”, also schöne Steine ohne sichtbare Einschlüsse, für einen guten Preis. Daher sind die Diamanten / Brillanten, die ich verwende, in der Regel Top Wesselton si/vsi Steine.
Fragt mich gerne, wenn ihr mehr darüber wissern wollt.
Mehr erfahrt ihr in unserem Blogartikel zum Thema.
Keine Preise auf unserer Website
Viele Juweliere verwenden und nennen zunächst Durchschnittspreise und keinen exakten Preis, der sich nach der verwendeten Materialmenge richtet.
Ringgrößen über dem Durchschnitt kosten dann letztlich doch einen Aufpreis.
Wir von der Trauringmanufaktur berechnen den Materialanteil am Gesamtpreis immer grammgenau und zum tagesaktuellen Kurs.
Alle Ringe auf meiner Website haben an einem bestimmten Tag, aus einem konkreten Material, in genau den Ringgrößen des Paares, einen Preis X gekostet.
Was würde euch eine solche Preisangabe helfen?
Gar nichts! Denn sie hat nichts mit euch zu tun – nicht mit euren Trauringen und nichts mit dem tageskatuellen Edelmetall-Kurs.
Genau deshalb stehen auch keine Preise bei den Ringen auf meiner Website.
In eurem Planungs- und Beratungsgespräch entwickeln wir gemeinsam eure individuellen Eheringe.
Wenn wir alles kennen (Design, Material, Legierung, Breite, Stärke, Steine, usw.), bekommt ihr euren Preis – nicht ca., sondern auf den Euro genau.
Handarbeit muss nicht teurer sein
Oft höre ich das Vorurteil
„Handgefertigte Unikate – ob wir uns das wohl leisten können...?”
Handgefertigte und damit einzigartige Eheringe, sind bei der Trauringmanufaktur nicht teurer, als vom Material vergleichbare Ringe beim Juwelier.
Wie geht das?
Ein Juwelier ist ein Händler.
Er kauft seine Ringe beim Hersteller.
Beide verdienen daran.
Die Trauringanufaktur ist in dem Sinne Händler und Hersteller in einem.
Durch den Wegfall einer Handelsstufe wird der Mehraufwand der Handarbeit ausgeglichen.
Was kosten Eheringe? – Fazit
1. Kommt drauf an! – Die „richtige” Frage lautet:
„Was kosten eure individuellen Eheringe?”
Das kann ich euch nach eurem persönlichen Beratungsgespräch sagen, denn wir müssen zuerst herausfinden, wie eure Eheringe aussehen sollen.
2. Qualität hat ihren Preis und wer billig kauft, kauft doppelt.
Denn es gibt immer jemanden, der es billiger machen kann, weil er es schlechter macht.
3. Noch Fragen? Ruft an! Ich finde es wichtig, auch über das Preise-Thema offen zu sprechen.